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Freitag, 1. August 2014

AKW Neckarwestheim -eine geologische Zeitbombe

AKW Neckarwestheim
Eine geologische Zeitbombe
Bildvortrag und Diskussion Dr. Hermann Behmel
Geologe, Baugrunduntersuchungen
In einem nicht mehr benötigten Steinbruch wurden die beiden Blöcke des AKWs gebaut. Bereits damals wurden die geologischen Risiken des Untergrundes weitgehend ignoriert. Bis heute werden durch ständiges Abpumpen des Grundwassers enorme Mengen an Mineralien ausgewaschen. Der Kühlturm sackt regelmäßig ab. Das Risiko im Untergrund wächst täglich. Die Stabilität bei einem möglichen Erdbeben basiert nur noch auf Treu und Glauben. Ein gut verständlicher und anschaulicher Vortrag wird diesen Glauben erschüttern. Das Besigheimer Loch (2002) und andere Dolinen werden gezeigt. Dr. Hermann Behmel war von 1972 bis 2002 der Akademische Direktor und Geschäftsführer des Instituts für Geologie und Paläontologie an der Universität Stuttgart. Sein Spezialgebiet ist die Untersuchung von Baugrundrisiken.

1. Kernkraftwerk Neckarwestheim, eine geologische Zeitbombe - auch ohne Erdbeben, Dr. Hermann Behmel, 04.12.2013, Teil 1:
Standortwahl und Baugrundrisiken
2. Behmel, 04.12.2013, Teil 2: Natürliche Hohlraumbildung unter dem AKW
3. Behmel, 04.12.2013, Teil 3: Hohlraumbildung unter dem AKW durch Eingriffe des Menschen
4. Behmel, 04.12.2013, Teil 4: Wie verschlechtern die Hohlräume die Stand- und Betriebssicherheit des Kernkraftwerkes?
5. Behmel, 04.12.2013, Teil 5: Sind die Grundlagen für die Bau- und Betriebsgenehmigungen entfallen?

Montag, 3. September 2012

Studie: Fukushima-Unglück verursachte Mutationen

Erschreckende Nachricht von Contratom:


Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat offenbar Spuren bei den dort heimischen Schmetterlingen hinterlassen. Forscher entdeckten noch in der dritten Generation Mutationen bei einer Art, die sie im Umfeld des Unglücksorts gesammelt hatten. Wenige Monate nach der Katastrophe waren bei einigen Schmetterlingen (Zizeeria maha) etwa Form und Farbmuster der Flügel verändert.
Riesenschmetterlinge bei Fukushima; Bild: bi-luechow-dannenberg.de
Riesenschmetterlinge bei Fukushima; Bild: bi-luechow-dannenberg.de
Die Forscher folgern, dass dass künstliche Radionuklide aus der Nähe des Atomkraftwerks von Fukushima physiologische und genetische Schäden bei dieser Spezies verursacht haben. Die Tiere sind als eine Art Bioindikator bekannt – wenn sie auf die Umwelt reagieren, könnte das Veränderungen im jeweiligen Ökosystem anzeigen.
Das Team sammelte Mitte Mai 2011 insgesamt 144 Schmetterlinge an zehn Orten im Umfeld von Fukushima, die während des Unglücks noch Larven gewesen waren. Bei insgesamt 12,4 Prozent der Tiere wurden abnorme Merkmale wie kleinere Flügel entdeckt. In der zweiten Generation stieg die Zahl der Auffälligkeiten auf 18,3 Prozent, in einer dritten Generation wiesen sogar 33,5 Prozent Veränderungen auf, darunter waren etwa missgebildete Fühler. Eine weitere Suche im September 2011 erwies bei 238 Schmetterlinge insgesamt 28,1 Prozent Schäden, u.a. Missbildungen der Beine und Flügel sowie Anomalien im Farbmuster der Flügel. In der dann folgenden zweiten Generation dieser Insekten stieg die Zahl auf 59,1 Prozent.
Dass radioaktive Strahlung das Erbgut verändern kann und auch beim Menschen Schäden hervorruft, ist medizinisch unstrittig. Auch in den Genen der Menschen wird sich der GAU wiederfinden, was Tschernobyl bis heute beweist. Nur werden Veränderungen im Vergleich zu den Schmetterlingen erst nach längerer Zeit sichtbar – und der Nachweis eines Zusammenhangs mit Strahlung ist oft schwierig. Bislang war deshalb ein Zusammenhang zwischen Atomanlagen und Erbgutschäden – ausgenommen der Atomwaffentests – bestritten worden. Die japanischen Forscher liefern einen weiteren Beweis, dass Atomkraftwerke unkontrolliert gefährlich sind.
“Es ist an der Zeit, die Dramatik durch den Betrieb der AKW endlich anzuerkennen und als Schlussfolgerung alle Atomkraftwerke sofort stillzulegen”, fordern AtomkraftgegnerInnen.

Auch bei Heise ist dies kommentiert und hat noch Ergänzungen:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/152647

Dienstag, 17. Juli 2012

Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht

so lautet der Titel in der Pressemitteilung des Max-Planck-Institut für Chemie zu einer Studie die recht erschreckend ist.


Zu finden ist sie HIER


Kurzeinleitung:

Westeuropa trägt das weltweit höchste Risiko einer radioaktiven Verseuchung durch schwere Reaktorunfälle22. Mai 2012
Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert würde. Die Ergebnisse zeigen, dass Westeuropa – inklusive Deutschland – wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem Cäsium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA als radioaktiv  kontaminiert. Die Forscher fordern aufgrund ihrer Erkenntnisse eine tiefgehende Analyse und Neubetrachtung der Risiken, die von Kernkraftwerken ausgehen.
Es empfiehlt sich wirklich diesen kurzen Text auf der Seite einmal zu lesen- erschreckend!


Grüße,
D. Lust