Mittwoch, 10. Oktober 2012

60. Mahnwache

Wir hatten eine andächtige und auch fröhliche Zeit im "Blauen Haus" von Thomas Rapp im Christophstal zu unserer 60. Mahnwache.

Selbst die uns sehr zugewandte Neckarchronik hat uns einen ARTIKEL gewidmet- lest hier.

Grüße,
Dietmar

Freitag, 28. September 2012

Wir feiern- Fessenheim wird abgeschalten.


Montag, 8. Oktober, 18.00 Uhr / Blaues Haus, Christophstal

Seit der verheerenden Naturkatastrophe in Japan im März 2011 mit dem folgenden Supergau in
Fukushima trifft sich montags eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die sich die Not und
das Elend der Menschen in der Umgebung von Fukushima in Erinnerung behalten möchte, um
ihre Verbundenheit mit dem japanischen Volk auszudrücken.

Bei den Treffen werden neben diesem stillen Gedenken in Fürbitte auch die Fragen der so
genannten Energiewende aufmerksam begleitet und die Sorge vor ähnlichen Katastrophen in
unserer Region zum Ausdruck gebracht.

Die Gruppe versucht mit Veranstaltungen und ihrer Teilnahme bei Initiativen auf die
Notwendigkeit von Energieeffizienz, -einsparung und den Ausbau erneuerbarer Energien hin zu
weisen und Veränderungsprozesse in Stadt und Landkreis zu unterstützen.

Der Kontakt zu unseren französischen Nachbarn und der Ausdruck unserer Sorge über die
Bedrohung durch das Atomkraftwerk in Fessenheim ist uns dabei besonders wichtig.
So hat im Mai 2012 die Bürgerinitiative einen Brief an den neuen französichen Präsidenten
Francois Hollande geschrieben.

html), ihm zu seinem Wahlerfolg gratuliert und gleichzeitig an sein Wahlversprechen
erinnert mit der Bitte, die zügige Abschaltung des AKW Fessenheim voran zu treiben.
Die Nachricht, die Mitte September veröffentlicht wurde, dass Fessenheim geschlossen werden
sollte, war für die Gruppe Anlass genug, ein fröhliches Fest zu feiern.

Dazu wollen wir Sie herzlich einladen und würden uns freuen, wenn Sie Zeit hätten.
Da sich am 8. Oktober die Bürgerinitiative zum sechzigsten Mal trifft, haben wir uns recht
kurzfristig für dieses Fest entschieden. Man muss die Feste feiern wie sie fallen.

Für die Bürgerinitiative: Dietmar Lust, Walter Trefz, Wilfried Röcker

Montag, 3. September 2012

Studie: Fukushima-Unglück verursachte Mutationen

Erschreckende Nachricht von Contratom:


Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat offenbar Spuren bei den dort heimischen Schmetterlingen hinterlassen. Forscher entdeckten noch in der dritten Generation Mutationen bei einer Art, die sie im Umfeld des Unglücksorts gesammelt hatten. Wenige Monate nach der Katastrophe waren bei einigen Schmetterlingen (Zizeeria maha) etwa Form und Farbmuster der Flügel verändert.
Riesenschmetterlinge bei Fukushima; Bild: bi-luechow-dannenberg.de
Riesenschmetterlinge bei Fukushima; Bild: bi-luechow-dannenberg.de
Die Forscher folgern, dass dass künstliche Radionuklide aus der Nähe des Atomkraftwerks von Fukushima physiologische und genetische Schäden bei dieser Spezies verursacht haben. Die Tiere sind als eine Art Bioindikator bekannt – wenn sie auf die Umwelt reagieren, könnte das Veränderungen im jeweiligen Ökosystem anzeigen.
Das Team sammelte Mitte Mai 2011 insgesamt 144 Schmetterlinge an zehn Orten im Umfeld von Fukushima, die während des Unglücks noch Larven gewesen waren. Bei insgesamt 12,4 Prozent der Tiere wurden abnorme Merkmale wie kleinere Flügel entdeckt. In der zweiten Generation stieg die Zahl der Auffälligkeiten auf 18,3 Prozent, in einer dritten Generation wiesen sogar 33,5 Prozent Veränderungen auf, darunter waren etwa missgebildete Fühler. Eine weitere Suche im September 2011 erwies bei 238 Schmetterlinge insgesamt 28,1 Prozent Schäden, u.a. Missbildungen der Beine und Flügel sowie Anomalien im Farbmuster der Flügel. In der dann folgenden zweiten Generation dieser Insekten stieg die Zahl auf 59,1 Prozent.
Dass radioaktive Strahlung das Erbgut verändern kann und auch beim Menschen Schäden hervorruft, ist medizinisch unstrittig. Auch in den Genen der Menschen wird sich der GAU wiederfinden, was Tschernobyl bis heute beweist. Nur werden Veränderungen im Vergleich zu den Schmetterlingen erst nach längerer Zeit sichtbar – und der Nachweis eines Zusammenhangs mit Strahlung ist oft schwierig. Bislang war deshalb ein Zusammenhang zwischen Atomanlagen und Erbgutschäden – ausgenommen der Atomwaffentests – bestritten worden. Die japanischen Forscher liefern einen weiteren Beweis, dass Atomkraftwerke unkontrolliert gefährlich sind.
“Es ist an der Zeit, die Dramatik durch den Betrieb der AKW endlich anzuerkennen und als Schlussfolgerung alle Atomkraftwerke sofort stillzulegen”, fordern AtomkraftgegnerInnen.

Auch bei Heise ist dies kommentiert und hat noch Ergänzungen:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/152647

Dienstag, 17. Juli 2012

Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht

so lautet der Titel in der Pressemitteilung des Max-Planck-Institut für Chemie zu einer Studie die recht erschreckend ist.


Zu finden ist sie HIER


Kurzeinleitung:

Westeuropa trägt das weltweit höchste Risiko einer radioaktiven Verseuchung durch schwere Reaktorunfälle22. Mai 2012
Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert würde. Die Ergebnisse zeigen, dass Westeuropa – inklusive Deutschland – wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem Cäsium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA als radioaktiv  kontaminiert. Die Forscher fordern aufgrund ihrer Erkenntnisse eine tiefgehende Analyse und Neubetrachtung der Risiken, die von Kernkraftwerken ausgehen.
Es empfiehlt sich wirklich diesen kurzen Text auf der Seite einmal zu lesen- erschreckend!


Grüße,
D. Lust 

Freitag, 13. Juli 2012

Für Fessenheim gibt es keine neuen Evakuierungspläne

Tja- wer hätte das denn gedacht...
In der Gruppe der Mahnwache Freudenstadt haben wir uns inzwischen auch mit dem RP und LRA bezüglich der Evakuierungspläne auseinander gesetzt. Diese sollten ja eigentlich, laut Gesetz, jedem zugänglich sein- weit gefehlt. Sie wurden gehütet wie der heilige Gral.
Erst nach mehrmaligem nachfragen wurden uns die Unterlagen zugesandt.
NOFALL- und EVAKUIERUNGSPLAN im Atomaren Notfall...

Siegfried hat den Plan sehr detailliert "auseinandergenommen" mit erschreckenden Erkenntnissen. Der Plan ist quasi als normalsterblicher nicht lesbar- geschweige denn verständlich.

Bald bericht ich hier mehr darüber.

Ein Zentraler Punkt in allen dieser Pläne sind Evakuierunszonen und Radien. Die Kollegen aus dem Oberrhein haben sich damit noch exzessiver beschäftigt- was auch verständlich ist.
In der Badischen Zeitung ist dazu ein sehr interessanter Artikel gekommen:
"

ERWEITERUNG DER RÄUMUNGSZONE

Für Fessenheim gibt es keine neuen Evakuierungspläne

Fukushima hat beim Katastrophenschutz in der Region wenig verändert. Für den Notfall sollte die Evakuierungszone rund um Fessenheim ausgeweitet werden, doch bis heute gibt es keine konkreten Ergebnisse.


"

Grüße,
Dietmar Lust

Montag, 9. Juli 2012

Was Strom wirklich kostet.

Greenpeace Energy hat eine Studie in Auftrag gegeben, welche die wahren Kosten von Strom aufzeigt.


Vergleich der staatlichen Förderungen
und gesamtgesellschaftlichen Kosten von Atom, Kohle
und erneuerbaren Energien


http://www.greenpeace-energy.de/uploads/media/Studie_Was-Strom-wirklich-kostet.pdf


Donnerstag, 21. Juni 2012

s'Weschpe Näscht - kleine Intro zum Film am Montag 25.6. in Freudenstadt

Hier ein kleiner Appetithappen für die Filmvorführung am Montag 25.6.2012 im SUBIACO Kino in Freudenstadt- 19:30 Uhr