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Mittwoch, 20. März 2013

Neues Fundament für Fessenheim?

Axel Mayer vom BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein hat mir einen interessanten Artikel gesendet:

"
Dipl. Ing Dieter Majer, bis 2011 im BMU zuständig für Reaktorsicherheit, sagt im SWR-Interview Beeindruckendes zur 1/6-Bodenplattenverstärkung in Fessenheim:
 Bricht der Reaktordruckbehälter tatsächlich oberhalb des verstärkten Sechstels? Wohin fließt der geschmolzene Kern ab? Wie sollen Dampfexplosionen verhindert werden, wenn Wasser mit der rd. 2000°C heißen Schmelze in Kontakt kommt? Die Strahlenbelastung für Arbeiter: erinnert an die Rein-Raus-Wechselschichten in Tschernobyl – kann man Menschen diesen Job zumuten?
"
Hier weiter hören:

Montag, 11. März 2013

2. Jahrestag FUKUSHIMA

Das neblig kalte Wetter auf dem Marktplatz in Freudenstadt hielt die rund 70 Menschen nicht ab den Opfern von Fukushima zu gedenken. Die Presse hat uns mal wieder mit Ihrer Abwesenheit beehrt. Daher hier ein paar Eindrücke und die Rede von Dietmar Lust.







Rede zur Mahnwache am 2. Fukushima Jahrestag 11.3.2013 in Freudenstadt


Hallo liebe Freunde und Freundinnen, liebe Mitstreiter, Wegbegleiter, Mitbüger-
Liebe MITMENSCHEN

Für die, die mich nicht kennen- mein Name ist Dietmar Lust, ich komme hier aus Freudenstadt. Und lebe nun schon über 40 Jahren auf diesem grünen Planeten, den ich jeden Tag mehr versuche zu schützen.


Es freut mich, dass ihr heute wieder so zahlreich erschienen seid, an diesem denkwürdigen Tag. Am Samstag 12.3.2011 sind wir mit sehr vielen Menschen am AKW Neckarwestheim und bis nach Stuttgart gestanden. Stumm, voller Trauer und Unsicherheit was denn da nun kommen wird.

Am Montag 14.3.2011 haben sich hier an diesem Platz rund 150 Menschen versammelt und der Opfer und Menschen vor Ort in Japan gedacht.

Seit diesem Tag sind wir hier.

Montag für Montag bis auf wenige Ausnahmen.

Denn auch nach dem wiederbeschlossenem Atomausstieg Deutschlands ist noch lange nichts „Durch“ wie manche gerne meinen möchten.

Vor zwei Jahren war der Schreck in der Welt groß. Keiner dachte an einen GAU in einem AKW in der sogenannten westlichen hochtechnologischen Welt.

„Die AKWs bei uns in Deutschland sind sicher! –

Wir haben beste Technik!

Japan ist ein Hochtechnologieland- da kann nix passieren!“

Wir wollten einen möglichen schwarzen Peter nur all zu gerne gen „Osten“ schieben z.B. Richtung Tschernobyl. Wohl aus „alter“ Gewohnheit.

Doch diese Katastrophe war anders, sie saß tief:
Mehrere zehntausend Menschen starben in den Folgen eines Erdbebens  der Stärke 9 und des daraus folgenden Tsunamis. Viele wurden Ihrer Heimat in deren Folge vertrieben. Die Plätze sind teils aufgeräumt und zum größten Teil auch wieder hergestellt.

Doch die Folgen der SUPER GAUs an den vier Reaktoren des AKWs Fukushima Daiichi sind verheerend und werden uns zeitlebens verfolgen. Wie wir heute wissen wurden die GAUs nicht durch den Tsunami hervorgerufen, sondern durch die Beben, vor der Flut!

Rund 160 000 Menschen wurden evakuiert. Ein Bruchteil davon kehrt diese Tage wieder in die Nähe von Fukushima zurück. Die Angst sitzt tief, denn die ehemaligen Bewohner wissen auch, dass die Lage an den havarierten Reaktoren nicht unter Kontrolle ist. Wohl so schnell auch nicht sein wird.

Der Staat versucht die Menschen wieder dort hin zurück zu drängen in dem er Prämien bezahlt in das kontaminierte Gebiet zu gehen. Dort Ackerbau zu betreiben, dort zu arbeiten.

Aber der Japanische Staat ist noch viel subtiler:
Ab 1. April werden die Mieten für die Übergangswohnungen der vielen Flüchtlinge nicht mehr vom Staat bezahlt! So werden sie gezwungen zurück zu gehe!

Runde 3000 Ingenieure und Hilfskräfte arbeiten an den Reaktoren um diese abzudichten und zu kühlen. Wie die aktuellen Stände in den Reaktoren sind, kann keiner genau sagen, die Strahlung in der Nähe ist einfach zu hoch.

Strahlung, die in die Atmosphäre gelangt.
Strahlung, die über das Kühlwasser und den Klärschlamm ins Meer gelangt.
Strahlung, die die Menschen vor Ort tötet, langsam aber stetig.
Strahlung, die schon erste Mutationen in der Tierwelt hervorbringt.

Die Stilllegung der Ruinen wird laut dem Leiter des AKWs ca. 30 bis 40 Jahre dauern.
In ca 3-5 Jahren werden die letzten Brennstäbe aus den Ruinen entfernt sein, wenn sie denn noch dort oder zu bergen sind.

Es wird vermutet, dass sich in den Reaktoren 1, 2 und 3 die Brennstäbe durch die Reaktorschutzhülle brennen. Man kann dies aber nicht 100% bestätigen. Diesen Prozess kann man nicht aufhalten sollte er stattfinden.
Sollte dies der Fall sein, können weiter Havarien die Folge sein, wenn die Heiße Maße auf Wasser im Keller der Reaktoren oder noch schlimmer im Erdreich trifft.

Dies hoffen wir für uns alle nicht.

Doch ist diese Havarie nur in Japan möglich?

Unsere AKWs sind doch „sicher“???

Die sogenannten Stresstest welche die EU auf drängen der  Bürgerbewegungen nun als „ihre Idee“ hat durchführe lassen sind erschreckend. Die Länder wollen nun ihre Bürger mit billigen Nachrüstaktionen in Sicherheit wiegen.

Ein GAU wie in Fukushima ist auch in Europa möglich. Die AKWs sind in zum Teil erbärmlichen Sicherheitszuständen.

„Westeuropa trägt das weltweit höchste Risiko einer radioaktiven Verseuchung durch schwere Reaktorunfälle“

Dies stellt die Studie des Max Plank in seiner Studie plausibel dar:

„Der Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie verringert zwar das nationale Risiko einer radioaktiven Verseuchung. Deutlich geringer wäre die Gefährdung, wenn auch Deutschlands Nachbarn ihre Reaktoren abschalteten“, resümiert Jos Lelieveld. „Notwendig ist nicht nur eine tiefgehende und öffentlich zugängliche Analyse der tatsächlichen Risiken, die von Kernkraftwerken ausgehen. Vor dem Hintergrund unserer Erkenntnisse sollte meiner Meinung nach auch ein international koordinierter Ausstieg aus der Kernenergie in Betracht gezogen werden“, ergänzt der Atmosphärenchemiker.

  
Beznau in der Nordschweiz (Druckwasser BJ69) 
Neckarwestheim bei Heilbronn (Druckwasser BJ76) 
Philipsburg bei Karlsruhe (Siedewasser BJ70 und Druckwasser BJ84)
Und Fessenheim (Druckwasser BJ78)

Sind unser „Brennpunkte“ – Atomarer Schrott, der uns umgibt!

Zum AKW Fessenheim und die haarsträubende Katastrophenschutzplänen haben wir Infos an unserm Infotisch für die Interessierten bereit gelegt.

Wir leben hier in Freudenstadt direkt in der Wolke die bei einem GAU in Fessenheim vorherrschen kann. In Freudenstadt, wo die Katastrophenschutzpläne sträflich vernachlässigt wurden und den Bürgern nur über Umwege zur Verfügung gestellt werden.

Das AKW Fessenheim wurde nach dem Stresstest der EU als nicht erdbebensicher eingestuft.

Das AKW Fessenheim steht am Rhein, im so genannten Oberrheingraben, einem Erdbeben Epizentrum.


Unsere AKWs sind sicher?

So was passiert bei uns nicht?


Denken Sie nach, denkt nach- darum sind wir hier,

jeden Montag.

Woche für Woche.

Wir mahnen und erinnern, wir informieren und arbeiten konstruktiv an der Energiewende mit.

Die Technologie der atomaren Energieerzeugung darf nicht weiter geführt werden, jeder Tag länger wo auf der Erde ein AKW läuft ist zu vermeiden.

Dies haben auch die Menschen in Fukushima erkannt und ab April wird mit dem Bau einer 6 MW Photovoltaikanlage begonnen. Auch um ein Zeichen zu setzen.
Für sich selbst und für die Welt.


Solche Zeichen wollen wir auch setzten- hier im Kleinen und in Zukunft.

Darüber wird nun Walter ein paar Worte erzählen.

Danke fürs Zuhören und dabei sein.

Dienstag, 5. März 2013

Fukushima Mahnwache am 11.3.2013

Ihr findet unseren Termin auch bei der TAZ.de :
http://bewegung.taz.de/termine/fukushima-mahnwache-auf-dem-groessten-marktplatz-deutschlands

Wir werden versuchen einen großen Kreis wie vor zwei Jahren auf dem Marktplatz zu machen. Dieser wird im Interner unter http://www.freudenstadt.de/42 sichtbar sein!

Grüße,
Dietmar

Freitag, 22. Februar 2013

Fessenheim-Befürworter machen mobil

von Axel Mayer (BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein):

http://www.tageswoche.ch/de/2013_07/international/514198/fessenheim-befuerworter-machen-mobil.htm
     
Der Entscheid von Staatspräsident François Hollande, das älteste AKW Frankreichs bis Ende 2016 abzustellen, stösst im Elsass auf heftigen Widerstand. Die Betreibergesellschaft EDF rüstet nach und hofft auf fette Gewinne über 2016 hinaus. Von Felix Maise

«La Centrale de Fessenheim est sûre … qu’elle dure!» (Das Kraftwerk Fessenheim ist sicher - möge es weiter bestehen) war auf einem der Transparente zu lesen. «Non au marchandage politique de Fessenheim» (Nein zum politischen Kuhhandel mit Fessenheim) auf einem anderen: Rund 300 Manifestanten, vorwiegend Gewerkschafter, AKW-Angestellte samt Angehörigen und Lokalpolitiker marschierten letzte Woche durch Colmar, um gegen die von der französischen Regierung bis Ende 2016 versprochene, endgültige Schliessung des AKW Fessenheim zu demonstrieren.
Die befürworter haben einen eigenen Verein ins Leben gerufen.
Sie halten die zwei Elsässer EDF-Altreaktoren am Rhein für nach wie vor sicher und sehen im Regierungsentscheid einen rein politischen Kuhhandel. Um ihr Ziel zu erreichen, Fessenheim über 2016 hinaus weiterzubetreiben, haben sie jetzt eine eigene Organisation gegründet. «Fessenheim – notre énergie» nennt sich der Verein, den Gewerkschafter, Lokalpolitiker und Unternehmer aus der Region ins Leben gerufen haben.
Als erste konkrete Aktion haben sie eine Klage gegen die im letzten Spätherbst erfolgte Einsetzung des Fessenheim-Delegierten Francis Rol-Tanguy durch die Regierung Hollande eingereicht. Der «Monsieur Fessenheim», wie er auch genannt wird, soll sich um die geregelte Abstellung des AKW kümmern. Der Nomination des 59-jährigen Ingenieurs, eines früheren Kabinettsdirektors der Regierung Jospin, fehle die juristische Grundlage, bemängeln die Fessenheim-Anhänger. Eine gleich lautende Klage haben beim französischen Staatsrat auch die vier grossen nationalen Gewerkschaften deponiert. Bisher fehlt dem Fessenheim-Entscheid der Regierung Hollande in der Tat die parlamentarische Absicherung: Erst im Herbst dieses Jahres soll das dafür notwendige Gesetz verabschiedet werden.
Dass der Fessenheim-Regierungsbeauftragte vor Ort gar nicht willkommen ist, zeigte sein erster Besuch im Elsass. Gewerkschafter hatten Ende letzten Jahres Rol-Tanguy den Zutritt zum AKW schlicht verwehrt und ein geplantes Treffen mit Fessenheim-Direktor Thierry Rosso verunmöglicht. Vor zwei Wochen hat jetzt ein erstes Gespräch in aller Heimlichkeit doch stattgefunden, wie Rosso erst hinterher in einem Radiointerview verriet.

Deutsch-französische Spannungen

Wie schwer sich weite Kreise im Südelsass mit der angekündigten Schliessung von Fessenheim tun, zeigte sich auch an der jüngsten Sitzung der Informations- und Überwachungskommission (Clis) von letzter Woche. In dem Begleitgremium, dem auch von Fessenheim stark betroffene Grenznachbarn aus dem grünen Bundesland Baden-Württemberg angehören, kam es im Jubeljahr der deutsch-französischen Freundschaft zu einer ernsthaften deutsch-französischen Verstimmung. Das Landes-Umweltdepartement in Stuttgart hatte beim AKW-kritischen deutschen Öko-Institut eine Studie zu Fessenheim in Auftrag gegeben, die punkto Sicherheit zu ungünstigeren Schlüssen als die französische Atomaufsicht ASN kam. Clis-Präsident Michel Habig, ein atomfreundlicher UMP-Lokalfürst, kritisierte vehement die «unangenehme Überraschung» durch das der Kommission nicht offiziell angekündigte, deutsche Vorgehen. Die französischen Behördevertreter hätten erst nach der Pressekonferenz von der Studie erfahren, die ihrer Meinung nach nicht auf dem neusten Stand sei. «Der Bericht ist politisch, nicht wissenschaftlich begründet», hatte zuvor der Fessenheim-Direktor Thierry Rosso die französische öffentliche Meinung vorgespurt.

Atomaufsicht akzeptiert Billig-Nachrüstung

Tatsächlich zeigt sich die französische Atomaufsicht mit Fessenheim sehr viel nachsichtiger als das Ökoinstitut. So hat die Autorité de sûreté nucléaire (ASN) zwar wie alle AKW-Sicherheitsbehörden der EU nach Fukushima eine Reihe von zusätzlichen Auflagen an den Weiterbetrieb der zwei besonders erdbeben- und flutgefährdeten Elsässer EDF-Reaktoren erlassen. Zentral war dabei unter anderem die Forderung nach einer Verstärkung der nur 1,5 Meter dicken Beton-Bodenplatten unter den Reaktorkernen. Quasi als Weihnachtsgeschenk hat die ASN im letzten Dezember diese Auflage dann aber als erfüllt erklärt.
EDF hatte eine schlaue, für die beiden Reaktoren bloss 30 Millionen Euro teure Lösungsvariante vorgeschlagen: Der Sockel wird dabei bloss um 50 Zentimeter dicker. Dafür wird gleichzeitig ein neues Abflussbassin gebaut, in welches das bei einer Kernschmelze entstehende gefährliche Thorium auslaufen und länger unter Kontrolle gehalten werden soll. Die EDF-Lösung ist eine Weltpremiere: André Herrmann, bis vor kurzem offizieller Beobachter der Basler Regierung in der Fessenheim-Kommission Clis und Präsident der Eidgenössischen Strahlenschutzkommission, hatte vor dem Entscheid der ASN gegenüber der TagesWoche Zweifel an der Innovation angemeldet.
Ohne das im Dezember gegebene, grüne Licht der französischen Atomaufsicht für die vergleichsweise billige Fessenheim-Nachrüstung hätte das AKW bereits im nächsten Sommer abgestellt werden müssen. Jetzt macht sich die EDF daran, die geforderten Anpassungen vorzunehmen.
Eine Kernschmelze mit Folgen wie in Fukushima würde Frankreich 430 Milliarden Euro kosten.
Die Elsässer Fessenheimgegner-Organisationen kritisieren diese Investitionen als sinnlos: Das AKW ohne weitere Millionenkosten schon jetzt abzuschalten, halten sie für vernünftiger und sicherer. AKW-Direktor Rosso widerspricht. Bei einem Fessenheim-Jahresgewinn von 400 Millionen Euro lohnten sich die Investitionen allemal. Zum Schliessungsentscheid äussert er sich als vorsichtiger, kluger Taktiker lieber nicht. Dass sein Arbeitgeber, der französische Strommonopolist EDF, den Abstelltermin nur zu gerne aufschieben würde, ist allerdings kein Geheimnis.

Risiken und Kosten werden Thema

Auffällig ist allerdings, dass in Frankreich und im Elsass neuerdings auch in einer breiteren Öffentlichkeit nicht nur über Arbeitsplätze und EDF-Gewinne, sondern auch über die lange Zeit verdrängten Risiken der nationalen Atomindustrie diskutiert wird: Eine vom renommierten Institut national de radioprotection et de sûreté nucléaire (IRSN) veröffentlichte Studie nennt erstmals die Kosten möglicher AKW-Katastrophen. Eine Kernschmelze mit Folgen wie in Fukushima würde Frankreich 430 Milliarden Euro kosten, hat der Wirtschaftswissenschafter Patrick Momal errechnet.
Und selbst ein «normaler», schwerer Unfall, dessen Folgen sich auf die nähere Umgebung eines AKW beschränken liessen, wäre noch 120 Milliarden Euro teuer, was rund 6 Prozent des jährlichen Bruttoinlandprodukts entspricht. «Das wäre viel teurer als alle bisherigen Industriekatastrophen wie etwa die Explosion der Chemiefabrik AZF in Toulouse oder die Tankerkatastrophe der Erika es waren»,

Montag, 12. November 2012

Stresstests von Fessenheim und Beznau

Das Umweltministerium BV hat auf Seiner Internetseite die Ergebnisse/ Auswertungen der "Stresstests" zum herunterladen bereit gestellt:


Gutachten des Öko-Instituts zum EU-Stresstest der Kernkraftwerke Fessenheim und Beznau


Gruß,
Dietmar

Wohin weht die Atomwolke wenns knallt?

Im Onlineangebot von www.ausgestrahlt.de ist ein Tool von flexiRISK zur Simulationen der Ausbreitung der Radioaktivität je nach Wetterlage zu finden!

Interessant zu sehen was wann so passieren kann. Eventuell kann manch einer dann auch verstehen warum wir so vehement am Ausstieg der Atomkraft arbeiten.

Dietmar

Mittwoch, 7. November 2012

.ausgestrahlt bringt uns in die Presse

Nach unserer 60. Mahnwache bekam ich einen Anruf vom Redaktionsteam der .ausgestrahlt. Man war dort positiv überrascht, dass wir noch so aktiv mit den Mahnwachen sind. Ich wurde gefragt, ob ich einem Telefoninterview zusage für die "Vorbilder" Seite in der Ausgabe der Ausgestrahlt vom Oktober/November.

Hier kann man auch online nachlesen.

AKW-Studie zeigt gravierende Sicherheitsmängel

soso, wer hätte das denn gedacht...
Die Bürger und Initiativen vor Ort geben dies schon lange kund, doch man wollte uns nicht glauben. Nun ists offenkundig:

Die Sicherheitsmängel in den grenznahen Atomkraftwerken Fessenheim (Elsass) und Beznau (Nordwestschweiz) sind weit gravierender als bisher bekannt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Öko-Instituts und Physikerbüros Bremen, das Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) vorgelegt hat. (SWR Nachrichten)

lest hier nach! 

Freitag, 28. September 2012

Wir feiern- Fessenheim wird abgeschalten.


Montag, 8. Oktober, 18.00 Uhr / Blaues Haus, Christophstal

Seit der verheerenden Naturkatastrophe in Japan im März 2011 mit dem folgenden Supergau in
Fukushima trifft sich montags eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die sich die Not und
das Elend der Menschen in der Umgebung von Fukushima in Erinnerung behalten möchte, um
ihre Verbundenheit mit dem japanischen Volk auszudrücken.

Bei den Treffen werden neben diesem stillen Gedenken in Fürbitte auch die Fragen der so
genannten Energiewende aufmerksam begleitet und die Sorge vor ähnlichen Katastrophen in
unserer Region zum Ausdruck gebracht.

Die Gruppe versucht mit Veranstaltungen und ihrer Teilnahme bei Initiativen auf die
Notwendigkeit von Energieeffizienz, -einsparung und den Ausbau erneuerbarer Energien hin zu
weisen und Veränderungsprozesse in Stadt und Landkreis zu unterstützen.

Der Kontakt zu unseren französischen Nachbarn und der Ausdruck unserer Sorge über die
Bedrohung durch das Atomkraftwerk in Fessenheim ist uns dabei besonders wichtig.
So hat im Mai 2012 die Bürgerinitiative einen Brief an den neuen französichen Präsidenten
Francois Hollande geschrieben.

html), ihm zu seinem Wahlerfolg gratuliert und gleichzeitig an sein Wahlversprechen
erinnert mit der Bitte, die zügige Abschaltung des AKW Fessenheim voran zu treiben.
Die Nachricht, die Mitte September veröffentlicht wurde, dass Fessenheim geschlossen werden
sollte, war für die Gruppe Anlass genug, ein fröhliches Fest zu feiern.

Dazu wollen wir Sie herzlich einladen und würden uns freuen, wenn Sie Zeit hätten.
Da sich am 8. Oktober die Bürgerinitiative zum sechzigsten Mal trifft, haben wir uns recht
kurzfristig für dieses Fest entschieden. Man muss die Feste feiern wie sie fallen.

Für die Bürgerinitiative: Dietmar Lust, Walter Trefz, Wilfried Röcker

Freitag, 13. Juli 2012

Für Fessenheim gibt es keine neuen Evakuierungspläne

Tja- wer hätte das denn gedacht...
In der Gruppe der Mahnwache Freudenstadt haben wir uns inzwischen auch mit dem RP und LRA bezüglich der Evakuierungspläne auseinander gesetzt. Diese sollten ja eigentlich, laut Gesetz, jedem zugänglich sein- weit gefehlt. Sie wurden gehütet wie der heilige Gral.
Erst nach mehrmaligem nachfragen wurden uns die Unterlagen zugesandt.
NOFALL- und EVAKUIERUNGSPLAN im Atomaren Notfall...

Siegfried hat den Plan sehr detailliert "auseinandergenommen" mit erschreckenden Erkenntnissen. Der Plan ist quasi als normalsterblicher nicht lesbar- geschweige denn verständlich.

Bald bericht ich hier mehr darüber.

Ein Zentraler Punkt in allen dieser Pläne sind Evakuierunszonen und Radien. Die Kollegen aus dem Oberrhein haben sich damit noch exzessiver beschäftigt- was auch verständlich ist.
In der Badischen Zeitung ist dazu ein sehr interessanter Artikel gekommen:
"

ERWEITERUNG DER RÄUMUNGSZONE

Für Fessenheim gibt es keine neuen Evakuierungspläne

Fukushima hat beim Katastrophenschutz in der Region wenig verändert. Für den Notfall sollte die Evakuierungszone rund um Fessenheim ausgeweitet werden, doch bis heute gibt es keine konkreten Ergebnisse.


"

Grüße,
Dietmar Lust

Dienstag, 19. Juni 2012

Tour de Fessenheim 2012

Hier die PM der AntiAtomGruppe Freiburg: - wir werden mit ein paar FahrereInnen dabei teilnehmen und dann auch hier berichten.


Tour de Fessenheim 2012

Eine Tradition der Anti-Atom-Bewegung im Dreyeckland wird neu belebt:
Vom 22. bis 24. Juni veranstaltet die Anti-Atom-Gruppe Freiburg zusammen
mit den elsässischen Vereinen Stop Fessenheim und CSFR die "Tour de
Fessenheim", eine Fahrrad-Demonstration gegen den Weiterbetrieb des AKW
Fessenheim.

Im Fokus steht der Ausbau dezentraler erneuerbarer Energien in der
Regio. Dieses Thema wird sowohl durch Besichtigungen entlang der Strecke
als auch in abendlichen Vorträgen und Diskussion beleuchtet. "Wir zeigen
bei dieser Tour, dass wir Atomkraft nicht benötigen, denn die
Alternativen sind vielfältig und machbar", erläutert Elke Brandes aus
dem Organisationsteam, "deshalb haben wir uns bewusst dagegen
entschieden, am AKW Fessenheim Station zu machen."
Stattdessen werden unter anderem die Kleinwasserkraft-Anlagen von Oskar
Kreuz in Emmendingen und das Solardach des Biowinzers Jean Pierre Frick
in Pfaffenheim besichtigt.
Aber auch auf die strahlende Gefahr wird aufmerksam gemacht, so zum
Beispiel bei einer Straßentheater-Aktion in Colmar. "Ein Wahlversprechen
des neuen französischen Präsidenten Hollande kann uns nicht ruhig
stellen", so Ingo Falk von der Anti-Atom-Gruppe Freiburg, "es ist
weiterhin notwendig, eine echte Energiewende, und nicht nur die
Schließung des AKW vor unserer Haustür zu fordern."
Dass diese Wende von unten bereits in vollem Gange ist, motiviere die
Menschen beiderseits des Rheins, ihre Lebensweise in die eigene Hand zu
nehmen. "Nicht durch Zufall sind die Solar-Pioniere am Kaiserstuhl aus
dem Wyhl-Widerstand hervorgegangen", bemerkt Brandes und führt fort:
"auch Bewegungen wie etwa die solidarische Landwirtschaft geben
Beispiele, wie wir selbstbestimmt und ressourcenschonend leben können".
Nach drei Tagen in gemütlichem Familientempo und Übernachtungen auf
Zeltwiesen wird die Tour in Ungersheim ankommen. Dort stellt die
energieautonome Gemeinde einige richtungweisende Projekte vor, bevor
eine Kundgebung mit Konzert den Abschluss bildet.

Mehr Informationen unter www.tour-de-fessenheim.de
Anmeldung unter mailto:info@tour-de-fessenheim.de



Pressekontakt:
Elke Brandes
Tel. 0176 12169969
mailto:presse@antiatomfreiburg.de
Anti-Atom-Gruppe Freiburg
www.antiatomfreiburg.de

Freitag, 8. Juni 2012

Der Atomausstieg und die Energiewende


Der Atomausstieg und die Energiewende
Wo stehen wir und wie geht’s weiter? Informations- und Diskussionsrunde mit der Atompolitischen Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, MdB Sylvia Kotting-Uhl


Die Bürgerinitiative „Mahnwache für Atomausstieg Freudenstadt“ und der Grünen-Kreisverband FDS laden zur einer Informations- und Diskussionsrunde am Dienstag 19. Juni um 19 Uhr in die Sportgaststätte am Dobel ein.

Warum diese Veranstaltung?- der Atomausstieg ist doch beschlossen, aber gerade jetzt tun sich viele Fragen und Ängste auf, die behandelt werden müssen. Dafür will die Bürgerinitiative hier mit dieser Veranstaltung erstmals Möglichkeiten bieten.

Die Bürger sind interessiert wie es denn nun weiter geht mit der Endlagersuche, dem Abschalten der Atommeiler und aber auch was vor Ihrer Haustüre passiert.
Quasi im Verbreitungsgebiet bei einer im GAU entstehenden Wolke, leben wir hier in Freudenstadt. Das Kernkraftwerk im französischen Fessenheim zählt zu den umstrittensten Meilern in ganz Europa. Er liegt direkt in unserer Nähe und erste in den letzten Tagen wurden neue Störfelle bekannt. Die Information darüber ist sehr dünn und die Fragen dazu an die Politik werden immer lauter.

Wenigen Bürgern ist bekannt, dass in einem Institut im ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe, jetzt KIT, große Mengen an radioaktivem Material neu eingelagert werden sollen. Die Bürger vor Ort machen sich begründet Sorgen. Auch weil Sie nicht bewusst informiert wurden was am Institut für Transurane (ITU) alles passieren soll.

Dies sind nur zwei exemplarische Fragen die an dieser Veranstaltung zur Diskussion stehen. Es gibt am Abend auch Infos zur Arbeit der Bürgerinitiative und deren zukünftigen Projekte für erneuerbare Energien im Kreis Freudenstadt die für den Atomausstieg notwendig sind.

Bild: Sylvia Kotting-Uhl, Pressestelle MdB Büro

Montag, 14. Mai 2012

PM: Brief an den französischen Präsidenten Francois Hollande



Folgende PM haben wir am Sonntag 13.5.2012 an die Lokale Presse gegeben:

Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Mahnwache für Atomausstieg „Freudenstadt

Brief an den französischen Präsidenten Francois Hollande


Abschaltung des Atomkraftwerks Fessenheim notwendiger denn je

Die Bürgerinitiative „Mahnwache für Atomausstieg“ Freudenstadt hat dem neuen französischen Präsidenten Francois Hollande zu seinem Wahlerfolg gratuliert und ihn gleichzeitig an die baldige Realisierung seiner Wahlversprechen – Reduzierung des Atomstromanteils in Frankreich von gegenwärtig 75 auf 50% und vor allem die Schließung des Kraftwerks Fessenheim  - erinnert.
Das von mehreren Seiten vorgeschobene Argument, der Atomstrom sei notwendig um die vorgegebenen Klimaziele zu erreichen, könne nach Auffassung der Bürgerinitiative so nicht akzeptiert werden. Selbst Japan das aufgrund von Revisionen sämtliche
Atomkraftwerke vom Netz genommen hat, wird von Wissenschaftlern bestätigt, dass sie mit dem vermehrten Einsatz alternativer Energien durchaus die Klimaschutzziele noch erreichen können. Die Bürgerinitiative bat den Präsidenten aufgrund der Störanfälligkeit und der vielseitigen Gefahren, die vom Atomkraftwerk Fessenheim ausgehen, diese Kraftwerksanlage in Bälde zu schließen.
Der Rückbau von Atomkraftwerken, der u.a. ebenfalls verantwortungsvolle und qualifizierte Arbeitskräfte bedarf, könnte beispielsweise durch das ehemalige Kern-
forschungszentrum Karlruhe und heutiges Europäisches Institut unterstützt werden. Damit hätte diese Einrichtung eine wichtige Aufgabe, zumal auch Deutschland und Baden – Württemberg ebenfalls erhebliche Rückbauaufgaben haben.


Mit freundlichen Grüßen
Hans Lambacher




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Dieser Brief ging an Präsident Hollande!

Montag, 19. März 2012

NOTFALLPLÄNE FÜR ATOMUNFALL IN DEUTSCHLAND

Wie wenn wir in Freudenstadt es geahnt hätten...


Am 21.11.2011 haben wir in einem Brief an unseren Landrat Herrn Dr. Rückert angefragt wie es sich denn so bei uns mit der Nofallplanung verhält. Wo sind diese Pläne- können wir diese einsehen- wie sehen diese für uns aus?


Die Antwort war ernüchternd...siehe hier die Kopie der Antwort!


Doch dann lese ich heute den Beitrag "Mit Evakuierung überfordert" in der TAZ und komme schwer ins Grübeln und bin auch stink sauer über die Haltung unserer (Atom)regierung und des (Atom)ministers Röttgen.


Wo soll dies noch Enden?


Grüße,
Dietmar

Demo in Fessenheim am 10.3.2012

Eine kleine aber schlagkräftige Gruppe von uns Freudenstädtern fuhr zusammen mit der Offenburger Gruppe vom BUND und ATTAC zusammen nach Fessenheim.

Hier erlebten wir mal eine AKW Demo der anderen Art. Im sonnigen Oberrhein wurden wir von unseren französischen Mitstreitern super nett empfangen. Es gab Kundgebungsbeiträge in zum Teil 3!!! Sprachen.